Dienstag, 3. Februar 2015

Noch 'ne Flasche

Ein Auswärtseinsatz rief Herrn Krüger an einer anderen Schule auf den Plan, um dort Fachunterricht zu beurteilen und einer angehenden Lehrerin Hinweise zur Optimierung ihres Verhaltens und ihres Unterrichts zu geben. Als Gast wurde man von den Schülerinnen und Schülern der betroffenen Klasse zunächst erstmal gründlich gemustert, manchmal mit einem „Guten Morgen“ oder einer Testfrage abgecheckt oder diente auch als Auslöser einer kurzen Tuschelei, wie es jeden Tag zahlreiche unter Schülern gibt.

All das kannte Herr Krüger von solchen Gelegenheiten und so war es für ihn nicht weiter ungewohnt. Und dennoch stach diese Stunde aus den anderen heraus. Ob es an der Sitzordnung gelegen hatte – die Tische waren diagonal in der Klasse aufgestellt worden, sodass die Schülerinnen und Schüler einen besseren Blick sowohl auf die interaktive Tafel als auch auf eine weiße Magnetwand hatten – oder an etwas anderem, Herr Krüger konnte es nicht analysieren. Tatsache war allerdings, dass mitten in einer Gruppenarbeitsphase eine Plastikflasche auf Herrn Krüger zuflog. Obwohl er geistesgegenwärtig die Hände hob, traf ihn die Flasche zielsicher am Kopf. Von den Schülern, die vom Landeplatz der Flasche gesehen hatten, zuckten einige zusammen, andere drehten sich vermeintlich weg, gespannt auf Herrn Krügers Reaktion. Die Werferin selbst zuckte zwar auch kurz, machte allerdings keinerlei Anstalten, sich zu entschuldigen.

Herr Krüger fiel gänzlich vom Glauben ab. Zu seiner Schulzeit waren Essen und Trinken komplett in die Pausen verbannt gewesen, heutzutage waren diese Grenzen längst aufgeweicht und zumindest das Trinken wurde von diversen Lehrern während des Unterrichts erlaubt. Aber dass sich die Schülerin nicht einmal entschuldigte, nachdem sie festgestellt hatte, dass Herr Krüger keine Platzwunde am Kopf erlitten hatte, die mit zwei bis drei Stichen fachmännisch hätte genäht werden müssen, erzeugte bei ihm mehr als Erstaunen.

Als die Schüler merkten, dass Herr Krüger nicht fassungslos aufsprang und ein Fass aufmachte (wer hat heute schon ständig ein Fass dabei), nahmen sie ihre Arbeit wieder auf. Aber als wenn das nicht genug gewesen wäre, gab es für Herrn Krüger noch ein i-Tüpfelchen obendrauf, das dem ganzen Vorfall die Krone aufsetzte: Die Schülerin, bei der die Flasche landen sollte – Herr Krüger hatte das Beweisstück mittlerweile vom Fußboden aufgehoben und auf den Tisch gestellt, an dem er saß – griff sich die Flasche wie selbstverständlich, nahm ein paar Schlucke daraus und schob sie dann in ihren Rucksack. Wortlos!

Herrn Krüger fiel es schwer, sich noch auf den Unterricht zu konzentrieren. Tausend Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Wie wurden diese Kinder heutzutage erzogen? Spielten Faktoren wie Respekt, Höflichkeit und reflexartiges Entschuldigen bei Vorkommnissen wie diesen dabei keine Rolle mehr?

Herr Krüger ertappte sich bei dem Gedanken, wie er den Klassenraum bei einer vergleichbaren Beurteilungsstunde mit Helm betrat. Nicht unbedingt mit einem Integralhelm, aber zumindest doch mit einem Fahrradhelm. Möglicherweise war aber auch die Variante die beste, die Polizisten bei Demonstrationen tragen, also mit langem, durchsichtigem Visier. Allerdings würde ein behelmter Lehrer seinen 360°-Blick aufgeben, den ein guter Lehrer hat.

Oder war all das übertrieben? Waren sie noch nicht soweit, eine von Herrn Krüger angedachte Helmpflicht für Lehrer einzuführen? Eigentlich doch nicht, wenn sich potentielle Flaschenwerfer nicht um die Folgen ihrer sportlichen Betätigung scheren. Hieß deshalb auch die neue Bildungssenatorin so – Scheeres – um auf diesen Trend der Verantwortungslosigkeit hinzuweisen? Hoffentlich nicht.

„Konzentrier dich!“ ermahnte sich Herr Krüger im Stillen. Mal sehen, was die Kollegin nachher sagt, die den Unterricht leitete ...

Sonntag, 1. Februar 2015

Gehirne in der Pubertät

Der Kopf, gemeinhin als Schaltzentrum und Zentrale des menschlichen Körpers bekannt, zeigt einen gewissen Grundbauplan, der auch jedem Schüler während der Schulzeit vermittelt wird. So versucht auch Herr Krüger – seines Zeichens u. a. Biologielehrer – regelmäßig zu erklären, dass die meisten Sinnesorgane im Kopf vereinigt sind. Sogar die Haut – das größte Sinnesorgan des Menschen – zeigt Teile seine Ausprägung am menschlichen Schädel. Ebenso allgemein bekannt ist die Tatsache, dass sich das Gehirn im Kopf befindet und in vier Hauptbereiche, nämlich Großhirn, Zwischenhirn, Kleinhirn und Hirnstamm unterteilt wird. Schaut man etwas genauer hin, so erfährt man, dass die einzelnen Fähigkeiten des Menschen ihre entsprechenden Hirnareale haben, von denen aus sie gesteuert werden. Das Sehzentrum liegt z. B. weit hinten im Kopf, während sich das Hörzentrum in einer relativ zentralen Position befindet.

Herr Krüger hat durch seine mannigfaltigen Erfahrungen mit pubertierenden Teenagern eine eigene Theorie entwickelt, wie das Gehirn in unterschiedlichen Phasen der Adoleszenz arbeitet: Demnach funktioniert das kindliche Gehirn relativ normal und die einzelnen Hirnzentren kooperieren miteinander. Folglich ist das Kind in der Grundschule fast durchweg gierig – neugierig und wissbegierig.

Kommt dann aber die Pubertät und es geschehen Prozesse im Hirn, die man kaum in Worte fassen kann und sich besser in Bildern vorstellt. Das Teenagergehirn ist gekennzeichnet von einem Rückgang der Leistungsintensität der einzelnen Steuerungszentren. Diese nehmen daher vom Volumen her ab und bieten so Raum für die unzähligen ‚Kabelverbindungen‘, die die einzelnen Hirnareale miteinander verknüpfen. Bei Teenagern nun rutschen die Stecker aus ihrem ursprünglichen Steckplatz heraus und schlingern eine Weile ungesteuert im Hirn hin und her wie ein Gartenschlauch, dessen Ende nicht fixiert ist, so dass er sein Wasser in alle Richtungen unkontrolliert verteilt. Die losen Kabelenden, die nun nicht länger einer geordneten Funktionsweise dienen, geraten demzufolge immer wieder mit ihren losen Enden an Schaltstellen, an denen sie normalerweise nichts zu suchen haben. Kurzschlüsse und Fehlreaktionen sind die Folge. Sie kennzeichnen das typische Verhalten unserer Teenager.

Gerät beispielsweise das lose Kabelende, das ursprünglich im Antriebsfeld verankert ist, ins Riechzentrum, ist dies bei einem Teenager daran zu erkennen, dass dieser seine Bewegungsaktivitäten auf das absolute Mindestmaß beschränkt, so dass auch Tätigkeiten wie die regelmäßige Körperpflege häufig ausbleiben. Parallel entsteht im Riechzentrum ein Kurzschluss, der eine Selbstwahrnehmung ausschließt. Die Folge: fettige Haare, nicht getauschte, müffelnde T-Shirts, vergessene Deos usw.

Ähnliche Reaktionen zeigen sich, wenn das Sprachzentrum seinen Steckplatz freigibt und das freigewordene Kabel ungesteuert und durch Zufall an das Sehzentrum andockt. Was geschieht? Die Kommunikation bleibt auf der Strecke und der Teenager kann für geraume Zeit nur noch Halbsätze formulieren – wenn überhaupt. Vorbeifliegende Kabel, die nur Bruchteile von Sekunden die Buchse des Sprachzentrums streifen, führen dabei zu Grunz-, Brunft- und Kreischgeräuschen, die den täglichen Lärmpegel in Schulen auf Werte von bis zu 140 dB ansteigen lassen. Im Gegenzug zum abgekoppelten Sprachzentrum verändert das jetzt verschaltete Sehzentrum seine Funktionen. Dieses steuert die Augen fortan so, dass diese vornehmlich sensationsorientierte Reize wahrnehmen und auf anders- oder auch gleichgeschlechtliche Verhaltensweisen fokussiert sind, während funktionale, auf Wissenszuwachs ausgerichtete Beobachtungen in weiten Teilen nicht vorgesehen sind. Mitunter gibt es Ausnahmen unter den Halbwüchsigen, die durch eine grundsätzliche, optische Wahrnehmungsarmut auffallen. Bei diesen Exemplaren herrscht ein kaum bewegtes Starren durch die vermeintliche Leere der Umgebung vor.

Eine interessante Beobachtung hat Herr Krüger bei der Steckverbindung in der Körpergefühlsphäre von Mädchen gemacht. Diese löst sich im Vergleich zu anderen nicht besonders leicht, sondern sogar extrem schwer oder auch gar nicht aus ihrer Verankerung. Rein äußerlich macht sich das durch Gefühlsausbrüche bemerkbar, die die Mädchen nur selten zurückhalten können. Häufig verstärken sie diese noch so durch ihr schauspielerisches Talent, dass dies nicht selten nach sogenannten ‚Tröstermädchen‘ verlangt, die sich in der Stärke von etwa einem halben Dutzend als moderne Ausprägung der früheren Klageweiber präsentieren. Die gesamte Teenie-Truppe versäumt dadurch in der Regel eine Schulstunde am Tag.

Zum Zeitpunkt, zu dem die losen Kabel wieder festere Verbindungen eingehen, forscht Herr Krüger noch. Derzeit prüft er aber bereits die Optionen, seine Studien in einem medizinischen Fachblatt zu veröffentlichen ...

Samstag, 31. Januar 2015

Die Flasche



Herr Krüger betrat den Neubau der Schule, in dem alle 7. Klassen Quartier bezogen hatten: "Wer hat denn hier diese Sauerei angerichtet?" rief Herr Krüger unvermittelt mit einem Blick auf den Treppenhausboden, über den er wie ein Storch zum Klassenraum watete. Er befürchtete wilde Szenarien in einer der beiden Toiletten, wagte es aber nicht, dort nachzusehen. Stattdessen wiederholte er seine Frage in der Tutorstunde mit seiner Klasse?"

Piet plapperte munter darauf los und gab bereitwillig Auskunft, obwohl zeitgleich mehrere andere Schüler, die brav die Hand hoben, wie es mal in grauer Vorzeit – so um die Jahrhundertwende – gewesen sein muss, ebenfalls auskunftsbereit gewesen wären. "Und zwar“, plaudert er munter weiter, „das war so: Ich und Alfons ...“ „Alfons und ich“ unterbricht ihn Herr Krüger. „“Ja, also Alfons und ich haben gesehen, wie Natalia die Flasche auf den Tisch gestellt hat und dann ist Kevin an den Tisch gestoßen und die Flasche ist umgefallen, aber weil der Deckel nicht drauf war, ist Nadin nass geworden und deshalb hat sie dann die Flasche zur Seite gekickt und ich und Alfons ...“ „Alfons und ich ...“ „Ja, Alfons und ich haben dann nur die Flasche zurückgekickt. Und plötzlich haben irgendwie alle mitgemacht, aber wir waren jedenfalls nicht die einzigsten, wir haben nur einmal zurückgekickt. Und außerdem, gucken Sie mal, die Flasche ist ja noch nicht mal ganz leer, is also nicht so schlimm."

„Wie ... nicht so schlimm?“ Herr Krüger runzelte die Stirn. „Nein, es war ganz anders ...“ platzte es aus der hinteren Ecke aus Nadin heraus und auch sie setzte sich nun über das Meldeprocedere hinweg, „ich und Melanie ...“ „Melanie und ich...“ „Ja, also Melanie und ich wollten eigentlich in die Pause gehen und ich habe mir nur noch mein Brot genommen, weil wir hatten ja Mittagspause, und dann kamen Piet und Alfons und haben mir die Flasche weggenommen ...“ „Und warum lässt du dir deine Flasche wegnehmen?“ fragte Herr Krüger, um Licht in das widersprüchliche Chaos zu bringen. „Das ist ja gar nicht meine Flasche ...“

„Na gut,“ gab Herr Krüger auf, „ich denke, es tut auch nichts zur Sache. Tatsache ist jedenfalls, dass diese Flasche hier im Mittelpunkt stand und ihr eine riesen Sauerei draußen angerichtet habt.“

Herr Krüger deutet auf eine PET-Flasche, quasi das corpus delicti, die inzwischen betreten auf dem Fensterbrett lag. Wie ein geprügelter Hund und voller Beulen lag sie da, war platt nach den Tritten und allem, was sie gehört hatte, und rührt sich kein Stück, in der Hoffnung ihrer prekären Situation noch mehr Theatralik verliehen zu können.

Herr Krüger zeigte nach einem langen Blick auf die Flasche Mitleid und verlangte Wiedergutmachung, zumindest am Treppenhausfußboden. Er besorgte kurzerhand zwei Lappen und einen Eimer und drückte diese Piet und Nadin in die Hand, die zwar widersprechen wollten, über ein „aber ..." jedoch nicht hinauskamen, weil Herrr Krüger sie bereits ins Treppenhaus geschoben hatte.



Zwei Minuten später wagte Herr Krüger einen Blick vor die Tür und fand seine Schüler dabei vor, wie sie auf ihre Art den Boden behandelten. Sie hatten die beiden trockenen und starren Lappen auf den Boden geworfen und wischten – die Lappen mit ihren ausgestreckten Füßen haltend – unkontrolliert hin und her. „Nee, nee, nee ... so wie ihr das macht, ist wischen impossible“ griff Herr Krüger ein und erklärte, dass sie ihre Lappen nassmachen, auswringen und dann den Boden komplett und mit System wischen müssten. „Ja, okeee ...“ trottete Piet Richtung Toilette.

Fünf weitere Minuten später lugte Herr Krüger ein weiteres Mal vor die Tür. Piet war mittlerweile auf die Knie gefallen, da er das System verstanden und bereits ein beachtliches Stück sauber gewischten Boden geschaffen hatte, während Nadin nach wie vor ihre ‚Ich-mach-das-mit-dem-Fuß-und-mach-mir-doch-nicht-die-Finger-nass-Technik‘ anwandte, damit allerdings auch kaum etwas geschafft hatte. Herr Krüger lobte Piet, sagte, dass so das gesamte Treppenhaus auszusehen habe und ging wieder zurück in den Klassenraum.



Und die Flasche? Sie hatte es nicht geschafft. Sie erlag all den Tritten und Schlägen und musste sich ihrem Schicksal fügen. Asche zu Asche, Plastik zu Plastik.

Freitag, 30. Januar 2015

Primaten an der Sekundarschule


„Herr Krüger ...“ „Guten Morgen, Anton ...“ „Ach ja, Morgen, wann iss heute Schluss?“ Das kann doch nicht wahr sein, dachte Herr Krüger, das Fußballturnier hatte noch nicht einmal angefangen und schon fragten die ersten Schüler nach dem Veranstaltungsende. „Um 17 Uhr, Anton ...“ „Ja, jaaaa ...“ Offenbar hatte er gemerkt, dass seine Frage nicht so besonders clever gestellt war und so machte Anton auf dem Absatz kehrt und stürmte auf ein paar Jungs aus seiner Klasse zu, die gerade eintrafen. Aber als hätten sie sich unbemerkt verabredet, löste sich der nächste aus der Gruppe, steuerte auf mich zu und begann ... „Herr Krüger ...“ „Guten Morgen ...“
Nun ja, das Spielchen begann von Neuem bis sich die wilde Horde Richtung Umkleideraum bewegte und sich in ihren Sportdress warf. Herr Krüger nahm die Tribüne in Augenschein, um die Anwesenheit seiner Schäfchen zu prüfen bis auch dort zwei Mädchen auf ihn zustürmten und „Herr Krüger ...“

Im Laufe des Spieles konnte Herr Krüger Verhaltensweisen beobachten, die ihn jedoch eher an einen Stamm wildgewordener Gorillas als an eine zivilisierte Schulklasse eines bildungsnahen Bezirks erinnerten. Na gut, fünf andere Stämme waren auch gerade in diesem Areal, aber dennoch: Herr Krüger wurde Zeuge ethologischer Verhaltensweisen, die Jane Godall zweifelsfrei der Kategorie „Imponiergehabe“ zugeordnet hätte. So hatte sich z. B. der Leitgorilla der Nachbarklasse – eindeutig ein selbsternanntes Alpha-Tier – einen Schlachtruf überlegt, der seinesgleichen suchte und den seine Horde kurz vor Anpfiff zu hören bekam. Spätestens jetzt zeigten sich die deutlichen Anzeichen gorillahaften Verhaltens, weil das Geschrei besser wahrzunehmen war als irgendwelche Artikulationen, die auf einen inhaltlichen Sinn schließen ließen. Hauptsache laut Hauptsache gebrüllt – das schien die Devise.
Wieder andere Schüler sprangen wie überkandidelte Primaten auf den Bänken des Ranges herum, dass nur noch Lianen gefehlt hätten, um das Bild eines Dschungelszenarios entstehen zu lassen. Und einen Primaten zu bändigen ist ... eigentlich ebenso unmöglich wie dieses mit einem Teenager zu tun, dessen gesamter Steuerungsapparat umgebaut wird. Sinnvolles, geordnetes und diszipliniertes Verhalten zu erzielen ist hier eigentlich ein eher hoffnungsloses Unterfangen.

Herr Krüger, entzog sich mit dem Gedanken, doch einmal zu gucken, wo die übrigen Beta-Männchen geblieben waren und fand diese im warm-stickigen und muffigen Umkleideraum, den diese offenbar als gemütlich empfanden. Dabei war es ja nicht so sehr der Geruch jugendlichen Schweißes dreier Klassen, der sich hier mischte, aber dieses Beißen in den Augen machte Herrn Krüger doch schon zu schaffen. So warf er die Bande kurzerhand raus, öffnete gegen das explosive Gasgemisch zumindest ein Kippfenster und verließ den Raum schnellstmöglich wieder. Auf der Treppe zur Tribüne umgab ihn von einer Sekunde zur nächsten ein Getümmel Halbstarker, die unmittelbar aus den Revierkämpfen gekommen waren und demzufolge frische, intensive Gase ausstießen. Dann entdeckte Herr Krüger im Tumult noch eine Horde Stammesweibchen, die nun wieder ganz andere Geruchsnuancen ins Spiel brachten ...

Jeder Parfumier hätte sich dieser Strapaze entzogen, aber Herr Krüger und seine Kolleginnen und Kollegen hielten wacker durch bis die verschiedenen Rudel das Weite suchten und in ihre Heimatgefilde zurückkehrten. Dennoch wussten sie alle, der Aufmarsch der Primaten würde sich wiederholen ...

Donnerstag, 22. Januar 2015

Arbeitsmarkt Schule



Im Laufe seiner Dienstjahre und Schulwechsel hat Herr Krüger viel erlebt, natürlich auch mit Telefonen - Mobiltelefonen. Damals musste er deshalb noch kein gesondertes Seminar besuchen oder eine Fortbildung belegen, heutzutage denkt man darüber nach, die Lehrerbildung um diesen Zweig zu erweitern.

Natürlich hat - nein musste - sich Herr Krüger auch mit dieser Problematik auseinandersetzen. Erste Fälle des Missbrauchs von Mobiltelefonen wurden bekannt, dann ging es rasant weiter und die Zahl der Vorkommnisse schnellte exponentiell in die Höhe.

Verrückte Dinger, diese Mobiltelefone, neudeutsch: Handys. Was die nicht alles schon ausgelöst und für Zeit gekostet haben in der Schullandschaft. Und dennoch scheint es immer noch ein Stückchen weiter zu gehen, noch ein Quäntchen schlimmer werden zu können. Der Indikator dafür? Jugendliche natürlich, wobei ... eigentlich merkt man es auch schon an den Kindern, denn das Handyeintrittsalter sinkt und sinkt – kongruent zur sozialen Kompetenz, wenn man diese mal als Fähigkeit definiert, sich von Angesicht zu Angesicht über einen gewissen Zeitraum zu unterhalten, ohne ein Handy dabei zu benutzen.

Dass immer mehr Schulen vor der Handyflut resignieren, hat auch Herr Krüger erlebt. Dies ist gut nachvollziehbar, könnte doch eine Schule mit ca. 1000 Schülern problemlos fünf Lehrer dafür einstellen, Handys einzusammeln, zu etikettieren, zu sortieren, Elterngespräche zu führen und die eingezogenen Telefone den Eltern wieder auszuhändigen. Dafür bräuchte man dann, so rechnet Herr Krüger durch, noch einen Mobiltelefonelternausgaberaum, ein Archivierungssystem und vielleicht auch direkt noch eine Rechtsberatung nebenan für alle Eltern, die sich gerne darüber informieren möchten, ob die Schule das eigentlich darf. In der Rechtsberatung lägen selbstverständlich direkt Anzeigeformulare bereit, ein einzustellender Polizist könnte Anzeigen aufnehmen, das halbe Kollegium hätte 3-5 schwebende Verfahren am Hals, weil die Eltern es nicht akzeptieren können und auch nicht wollen, dass ein Lehrer es gewagt hat, das Eigentum des Kindes einzuziehen.

Eltern wollen, dass ihr Kind Recht bekommt, sie wollen, dass ihr Kind jederzeit uneingeschränkt auf sein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk zugreifen kann. Sie wollen ihr Kind immer erreichen, jederzeit, also wirklich immer – auch im Unterricht, obwohl ... ja, doch, auch im Unterricht. Es kann doch nicht so störend sein, wenn ein Schüler maaaal auf sein Handy guckt. Mama wollte doch nur schnell fragen, was Prinzessin Nadin (seit man Namen offenbar in Lautschrift schreiben darf, schreibt man auch Nadin ohne ‚e‘ am Ende) zum Mittagessen möchte.

Ja, also Arbeit gäbe es genug, wenn man Mobiltelefone an Schulen verböte, wird Herrn Krüger klar. Aber wer bezahlt die hierfür zu schaffenden Arbeitskräfte? Die entsprechende Schulbehörde? Niemals. Wovon denn?



Allerdings könnte man einen anderen Topf anzapfen. Da Erwachsene keine Straßenschilder lesen können und deshalb falsch parken, wurde der Ordnungsdienst ins Leben gerufen. Warum eigentlich nicht auch einen Ordnungsdienst in der Schule - quasi als gesondert arbeitende Abteilung des offiziellen Ordnungsdienstes. Die könnten dann den Mobiltelefonelternausgaberaum besetzen, könnten Öffnungszeiten anbieten und nebenher vielleicht auch noch ein paar Experten einstellen, die die unzähligen, hoffnungslos zerstörten Displays der Smartphones reparieren, während die Eltern sich zum Abholen der Telefone aufmachen.

Eine gesondert geschulte Telefonistin könnte eingestellt werden, die Termine vereinbart bzw. Auskunft darüber gibt, ob ein Telefon bereits fertig ist (also komplett gewartet und überholt wurde) oder ab wann es bereitläge. Oder aber – man entwickelt eine Computersoftware, die die Telefonanlage bedient: „Guten Tag. Sie sind mit der Mobiltelefonelternausgabestelle verbunden. Ich helfe Ihnen dabei, möglichst schnell zum Mobiltelefon Ihres Kindes zu kommen. Benutzt ihr Kind ein Smartphone, drücken Sie die 1. Für alle anderen Telefone drücken Sie die 2 ...“



Und vor der Schule könnte man eine Kurzparkzone einrichten. Die dortige Parkdauer ist für eine viertel Stunde kostenlos, danach zahlt man die regulären Parkraumbewirtschaftungsgebühren. Wenn also Eltern bei der Gelegenheit noch eine Schimpftirade auf den Lehrer loslassen möchten, der es gewagt hat, das Telefon einzuziehen, müssten sie also auch ein Parkticket ziehen. Auch hier könnte der Ordnungsdienst wieder tätig werden und den Gebührenverweigerern ein Ticket unter das Wischblatt klemmen ...



Tolle Ideen, denkt sich Herr Krüger. Ich sollte vielleicht mal darüber nachdenken, das dem Arbeitsamt vorzutragen.

Montag, 19. Januar 2015

Eltern als Vorbilder? - Lieber nicht!

Herr Krüger wollte eine Klassenfahrt machen. Nein, er wollte eigentlich gar nicht, wurde aber von seiner Klasse unter Druck gesetzt, weil „alle eine Klassenfahrt machen“. Und was „alle“ machen, muss die 10.4 das natürlich auch tun. Überhaupt machen Schüler grundsätzlich alles, was alle machen! Ins Ausland soll es gehen, am besten fast nichts kosten, viel Freizeit soll es geben und wenn irgend möglich keine Regeln, maximal drei vielleicht, aber auch diese, so wünscht sich die Klasse, sollten möglichst mehr grobe Richtlinien, keinesfalls jedoch verbindliche Vorschriften sein.


Mit Engelszungen und zahlreichen Bemühungen ist es Herrn Krüger gelungen, seinen Schülern ein akzeptables Angebot zu unterbreiten, das  notgedrungen von ihnen akzeptiert wurde, allerdings ... hatte Herr Krüger die Rechnung da ohne die Eltern gemacht. In der Klasse von Herrn Krüger – es ist eine Abschlussklasse, die in Kürze die Schule verlassen wird – gab es nämlich Eltern, die es sich zum Lebensinhalt gemacht zu haben schienen, Herrn Krüger das Leben schwer zu machen. In einem Anflug von vermeintlicher Genialität hatten sie Ihre Kinder so erzogen (wenn überhaupt), dass man sich nichts bieten lassen muss, dass sie machen können, was sie wollen und dass nichts all dessen Folgen hat. Vielleicht haben sie das Ihren Kindern so nicht direkt eingebläut, sondern eher vorgelebt, denn man merkte seit Anbeginn in der 7. Klasse, dass gewisse befremdliche Verhaltensweisen zunahmen. Und so etwas konnte nur aus dem Elternhaus kommen. Zu diesem Schluss musste jedenfalls Herr Krüger kommen, wenn er analytisch an all die Erlebnisse dachte, die ihm so mit diesen Eltern widerfahren waren.


Dass ‚Bescheißen‘ mit zu besagtem Vorbildverhalten der Eltern gehörte, zeigte sich Herrn Krüger im Rahmen der weiteren Klassenfahrts-Vorbereitungen. Er schickte das übliche Regelwerk zu den notwendigen Verhaltensweisen der Sprösslinge sowie möglichen Konsequenzen bei Regelverstößen an die Eltern. Dabei war Herr Krüger davon ausgegangen, dass er es mit erwachsenen, korrekt und vorbildlich handelnden Eltern im Sinne ihres Kindes zu tun hatte. Weit gefehlt, denn nachdem Herr Krüger die zu unterzeichnende Einverständniserklärung im veränderbaren Word-Format rumgeschickt hatte, erhielt er prompt von Familie Pedanti eine Version zurück, die sich irgendwie komisch las. Zu lesen stand da u. a. „Regelverstöße können nicht dazu führen, dass ich auf eigene Kosten nach Hause geschickt werden kann“ oder „Das Ertrinken im Meer ist verboten.“ Herr Krüger glaubte, seinen Augen nicht zu trauen und verglich mit seinem Original. Dann wusste er nicht genau, ob er lachen oder sich aufregen sollte. Glücklicherweise gewann das laute Lachen, das aus seiner Kehle kam. Er dachte an die Tochter und ihm wurde einmal mehr klar, warum sie so war, wie sie war. Sie konnte ja gar nicht anders sein - bei solchen Vorbildern zu Hause. Dann fiel es Herrn Krüger wieder ein: Diese Eltern, erinnerte er sich, waren auch diejenigen, die eine Einverständniserklärung in der 7. Klasse nicht unterschrieben hatten, weil damals ein ‚e‘ in einem der Wörter fehlte.

Herr Krüger schüttelte fassungslos den Kopf und murmelte vor sich hin: „Himmel, lass es Weisheit regnen, besonders auf die Eltern!“

Montag, 5. Januar 2015

Wer ist hier der Arsch?

"Wer bin ich eigentlich", fragt sich Herr Krüger wieder einmal, als er am Korrigieren der letzten Lernerfolgskontrollen sitzt. Thema: Naher Osten. Hat er schon etliche Male unterrichtet, Verschiedenes ausprobiert und natürlich auch Tests - also Lernerfolgskontrollen - geschrieben. Aber jedes Mal schlägt er von Zeit zu Zeit (man könnte auch sagen von Test zu Test) die Hände über dem Kopf zusammen, weil die Schülerinnen und Schüler "immer dömmer" (kleines Zitat aus der Feuerzangenbowle, falls die ein Leser noch kennt) zu werden scheinen.
Natürlich gibt es in einem Test über den Nahen Osten auch Aufgaben zur Bewässerung, weil die da ja immer kein Wasser haben (Asterix würde sagen: "Niehammawassa" - noch'n Zitat) und dann ... natürlich, gibt es wieder einen Schüler, der ... "Arschimedische Schraube" schreibt. Ist das jetzt ein versteckter Angriff auf ihn, Herrn Krüger, oder mal wieder das Ergebnis einer Ahnungslosigkeit und dem mangelnden Bemühen, sich um irgendeine Rechtschreibung zu kümmern. Wer ist denn jetzt der Arsch? Die Schraube? Herr Krüger? Der Schüler selbst?

Zur Beruhigung aller Beteiligten sollte man sich vielleicht die Lösung als plausibelste bereitlegen, bei der derjenige, der die Archimedische Schraube im Nahen Osten bedienen und Wasser in ein höheres Niveau kurbeln muss, der 'Arsch' ist. Na dann: Kurbel dir mal einen ...

Dienstag, 16. September 2014

Imponiergehabe - ein Dauerbrenner

Herr Krüger ist nun wirklich nicht neu im Schulgeschäft und nein, es ist nichts Neues! Und dennoch steht es immer wieder auf seiner Tagesordnung: das Imponiergehabe. Nicht, dass Herr Krüger ein solches an den Tag legen müsste - nein, er kennt seinen Job und weiß, wer er ist - aber ertragen muss er es immer wieder!

So geschehen kürzlich in einer 10. Klasse. Herr Krüger hatte die Schule gewechselt, ist ein unbekanntes Gesicht für die Schülerschaft und damit natürlich eine willkommene Angriffsfläche, um sich an ihr zu reiben. So präsentierte sich nun also Pierre in seinen vermeintlich schillerndsten Farben (wie er glaubte), als er in einer Vertretungsstunde über fast jeden Satz von Herrn Krüger so laut lachte, dass die ganze Klasse sich zu ihm umdrehte. Schon das 'guten Morgen' kommentierte er gänzlich unreflektiert auf seine primitive Art. 
Super! Pierre bekommt die Aufmerksamkeit, die er sich gewünscht hat. Mal sehen, wie Herr Krüger reagiert, ob er ausrastet? Egal, Hauptsache seine Mitschüler und die Mädchen sehen, wie er mit seinen Fäusten auf seinen behaarten Oberkörper trommelt, alle (zumindest scheinbar) vor ihm ducken und zu ihm aufschauen, sich ihm unterordnen und ihre individuellen Reaktionen auf sein Imponiergehabe zeigen ... ach nein, das war ja bei den Affen eigentlich so, oder ...?
Verkehrte Welt - oder vielleicht auch nur ein Evolutionsbeweis aus der schulischen Alltagspraxis?

Herrn Krüger und diejenigen unter den Zehntklässlern, die schon verstanden haben, dass man sich besser innerlich entwickelt als äußerlich primitiv präsentieren sollte, rollten nur mit den Augen. Und bis der oben beschriebene 'Primat' ein gesellschaftliches und zivilisiertes Verhalten erlernt hat, wird wohl noch einige Zeit vergehen ...

Donnerstag, 15. Mai 2014

Schauspielschule?

Manchmal fragt sich Herr Krüger, ob er in seiner Bewerbung irgendetwas falsch geschrieben hat, ob er sich vielleicht ungewollt auf der Schauspielschule beworben hat. Wieso? Tagtäglich erlebt er ein Schauspiel und Schauspieler, die in immer neuen Rollen glänzen: Schülerinnen und Schüler.

Marie hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Ihre stille Hoffnung war ja, dass Herr Krüger es vergisst oder nur stichprobenartig einsammelt, aber nein, er hat ALLE Arbeiten haben wollen - so ein Mist! Schnell überlegt sich Marie eine Ausrede und schleicht sich an Herrn Krüger ran, während die Arbeiten von Adil eingesammelt werden: "Herr Krüger ... ich konnte die Hausaufgaben nicht machen, wirklich nicht!" Marie guckt Herrn Krüger von unten devot mit ihren großen, in der Pubertät noch hübscher gewordenen Kulleraugen an. "Ich war gestern mit meiner Mutter unterwegs, sie hat mich direkt von der Schule abgeholt, weil wir zum 70. Geburtstag meines Opas waren und dann sind wir so spät nach Hause gekommen, dass sie gesagt hat, ich soll lieber ins Bett gehen. Sie können meine Mutter auch fragen, es war wirklich spät ..."

Ganz anders Marlon, der durchblickende, coole Checker: "Yow, Herr Krüger, isch weiß, dass wir Hausaufgaben aufhatten, aber isch hab die nisch verstanden, weil Sie haben gesagt .." Herr Krüger unterbricht: "... weil Sie gesagt haben ..." "Ja, genau, sag ich ja, weil Sie haben gesagt ..." "Marlon, Grammatik ..." "Is doch jetzt egal, Mann, isch hab die Hausaufgaben auf dem Schreibtisch liegen gelassen, escht, ich hab sie hundertprozentig gemacht!" Herr Krüger rollt mit den Augen ... 

Herr Krüger ärgert sich, denn er hätte mal gleich die verschiedenen Rollen notieren sollen, die Liste wäre heute ziemlich lang und vielfältig ...

Montag, 17. März 2014

Absolutismus 2014


Stundenbeginn. Die üblichen Verdächtigen kommen verspätet zum Unterricht, setzen sich ebenso gewohnt auf die falschen Plätze, auch Nadine. Sie hat heute mal ein Stück Kuchen aus der Cafeteria mitgebracht. Natürlich war sie dadurch zu spät gekommen, aber das manchen ja alle so. 

Grundsätzlich sind in Diskussionen mit Schülern immer ALLE anders als es ein Lehrer darstellt, es herrscht quasi ein demografischer Absolutismus der Einigkeit: „ALLE Lehrer lassen es durchgehen, wenn ich zwischendurch auf mein Handy gucke, nur Sie nicht“ oder „... ALLE haben gesagt, dass letzten Montag die 8. Stunde ausfällt, woher soll ich denn da wissen, dass das nicht stimmt? Und außerdem ... alle wussten das, warum machen Sie mich jetzt an?“ oder auch umgekehrt „KEIN Lehrer sagt was, wenn wir unser Essen mitbringen, nur Sie machen hier wieder so einen Aufstand.“
Herr Krüger schämt sich: „Oh, Nadine, das habe ich nicht gewusst, dann hab ich das wohl falsch verstanden. Ich dachte, das sind Arbeitstische in den Klassen, weil ich bisher nur runde Bistro-Tische gesehen habe. Aber dann ist das wohl mein Fehler, ich bitte vielmals um Entschuldigung, dass ich dich angesprochen habe. Wenn du möchtest, besorge ich dir noch schnell eine Kuchengabel aus dem Lehrerzimmer, ich glaube, da liegen noch welche. Warte kurz ..."
Herr Krüger verlässt den Klassenraum und kommt wirklich mit einer Kuchengabel zurück. „Hä?“ Nadine versteht die Welt nicht mehr. „Was soll denn der Scheiß jetzt? Sie können mich doch ganz normal essen lassen wie ALLE anderen auch ...!?“
„Hä? Wollen Sie mich verarschen?“ Nadine weiß nicht mehr ein noch aus und stellt die Frage zur allgemeinen Diskussion, da an Unterricht eh nicht zu denken ist, weil sie so einen Aufstand mit ihrer Kaffeetafel macht. Zwei, drei clevere Schüler – sie dürften als Schleimer oder Streber verrufen sein – erklären, sie sollte doch einfach ihren Kuchen einstecken. Nadine – bekannt durch ihren grundsätzlich zickigen Ton – blufft zurück: „Aber wohin denn? Was soll ich denn machen? Die pure Verzweiflung steht in ihren Augen geschrieben ...
Herr Krüger mischt sich wieder ein und sagt: „Aber nein, Nadine, mach dir keine Sorgen! Iss ganz in Ruhe und ihr anderen, stört sie nicht, wir sind hier schließlich zum Kuchenessen, nicht? Wofür auch sonst! 
Und vergesst nicht: ALLE machen das so!“